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Vietnam / Kambodscha / Laos

Indochina

Karstfelsen und Inselwelt der Halong-Bucht in Vietnam

Vietnam, Kambodscha, Laos. Die Wortschöpfung „Indochina“ – hinter China – für das heutige Länder-Trio Vietnam, Kambodscha und Laos ergab sich, als die Region im 19. Jahrhundert zum französischen Kolonialreich gehörte. Frankreich erklärte sich 1954 zum Rückzug bereit. Mit der Zeit verblasste das frankophile Erbe auf die Völker der drei Staaten. Der Name blieb.

Geografisch, politisch, kulturell und ökologisch ist Indochina die Umschreibung für diesen Teil Südostasiens. Wo seit jeher der mächtige Mekong die Lebensader bildet. Wo der große Fluss schon ewig den Rhythmus bestimmt und sein fruchtbares Schwemmland bis zu drei Reisernten jährlich möglich macht. An seinen Ufern warten ikonische Tempelanlagen, bunte Märkte, idyllische Dörfer, lebhafte Städte und malerische Landschaften darauf, erkundet zu werden. Die Vielfalt Indochinas überrascht mit Eindrücken, die lange nachhalten.

Vietnam. Bambusstange mit zwei Reisschalen.

Karstlandschaft und Reisfelder bei Tam Coc in Vietnam

Schmal und lang, einer schwungvollen Kurve gleich, erstreckt sich Vietnam über 1.650 Kilometer von Nord nach Süd entlang der östlichen Flanke der Indochina-Halbinsel. Etwas kleiner als Deutschland mit 329.600 km². Bewohnt von über 103 Millionen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Ein Land mit uralter Kultur und sattgrünen Naturlandschaften.

Im Norden geprägt vom Massiv der zerklüfteten Fansipan-Gebirgskette (3.143 m NN) und den wunderschönen Niederungen am Roten Fluss. Im Süden begrenzt vom amphibischen Zwischenreich des Mekong-Deltas. Verbunden durch ein Potpourri beeindruckender Landschaftskulissen, Wälder, Reisfelder, historischer Stätten, traumhafter Sandstrände und 3.260 Kilometer Küstenlinie. Faszinierend vom ersten Moment an. Ungemein abwechslungsreich, gegensätzlich und widersprüchlich. Von unverfälschter Gastfreundlichkeit. Ein Land mit bewegter Geschichte. Der Vergangenheit verpflichtet und längst in der Zukunft angekommen. Geheimnisvoll, verblüffend, rätselhaft. Von gängigen Klischees weit entfernt.

Alltag und Verkehr in Vietnam

Die Geografie bestimmt den Reiseverlauf. Vietnam über Land. Von Süden nach Norden oder umgekehrt. Dank des Ausbaus und der Verbesserung der Infrastruktur ist Vietnam in beide Richtungen gut zu bereisen. Durch wechselnde Klima- und Landschaftszonen. Unterwegs zu zwei quirligen Metropolen, Hanoi und Saigon (Ho-Chi-Minh-City), zu zwei völlig verschiedenen Wasserlabyrinthen, vorbei an geschichtsträchtigen Zeugnissen uralter Kulturen und entlang der endlos langen Meeresküste. Eine Reise mit außergewöhnlich vielen Gesichtern.

Im Schnelldurchgang nicht erlebbar. Zweieinhalb bis drei Wochen braucht Vietnam schon. In kleiner Gruppe oder als Privatreise nach persönlichen Vorstellungen und Wünschen. Am besten zwischen November und März oder April; für ganz Vietnam das angenehmste Zeitfenster. Großveranstaltungen oder nationale Feiertage besser vermeiden.

Flusslandschaft und Reisfelder in Vietnam

Beim Reisebeginn im Süden machen Saigon, Vietnams supermodernes Wirtschaftszentrum, und das Mekong-Delta den Anfang. Beschaulich der Alltag entlang der Ufer und Seitenarme. Nordwärts zur Seidenstadt Hoi An (Welterbe), über den Wolkenpass ins kaiserliche Hue und zur vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. Dazu die berühmte Halong-Bucht (Welterbe). Ein Naturjuwel mit grandioser Felsenkulisse.

Umgekehrt sind es Hanois Altstadt und Mopeds, die unwirkliche Halong-Karstlandschaft und die seltsamen Kegelberge der „trockenen“ Halong-Bucht um Tam Coc in der Ninh-Binh-Provinz. Bizarre Kalksteinfelsen, moosbewachsene Zuckerhüte inmitten schimmernder Reisfelder. Ansichten im Cinemascope-Format. Das charmante Hoi An, Magie und Erbe ungebrochener Geschichte. Ganz anders das rastlose Saigon und das zauberhafte Mekong-Flussgewirr.

Besuchsziele im Überblick – von Süd nach Nord: Saigon, Taj Ninh, Cu Chi, Mekong-Delta, Dalat, Phan Rang, Nha Trang, Hoi An, My Son, Tra Kieu, Da Nang, Hue, Hanoi, Hoa Lu, Lao Cai, Sa Pa und Halong.

Individuelle Verlängerungen: Verlockende Küstenstrände wie Phan Thiet, Ho Tram oder die Insel Phu Quoc in Südvietnam. Auch ein Abstecher zu den Tempeln von Angkor Wat in Kambodscha ist auf Anfrage möglich.

Wichtiges und Wissenswertes Auf einen Blick

Die enorme Längsausdehnung Vietnams entlang des Südchinesischen Meeres beschert dem Land unterschiedliche Klimabedingungen: den gemäßigten Norden und den tropischen Süden. Der Nordteil mit der Hauptstadt Hanoi kennt zwei Jahreszeiten: Winter von November bis März oder April mit manchmal ausdauernden Regenschauern und Sommer von Mai bis Oktober.

Der Süden mit Saigon (Ho-Chi-Minh-City) und dem weit gefächerten Mekong-Delta unterscheidet drei Jahreszeiten: kühle Monate von November bis Februar oder März, eine schwüle, drückende Übergangszeit im April und Mai sowie die Regenzeit von Juni bis Oktober. In dieser Zeitspanne kann Vietnam auch von Taifunen heimgesucht werden.

Die beste Reisezeit gleicht damit einem Puzzle. Für den Süden gelten Dezember bis März als günstig: geringer Niederschlag und moderate Temperaturen. Die stärker ausgeprägten Schwankungen im Norden lassen die Werte zwischen Dezember und Februar des Öfteren unter die 20-°C-Marke sinken. Etwa ab Mitte April bringt der Sommer feuchtheißes Klima. Empfohlene Reisemonate: Januar bis März.

Zur Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass mit sechs Monaten Mindestgültigkeitsdauer ab Ankunftstag. Kein Visum erforderlich bei einer Verweildauer unter 45 Tagen, Ein- und Ausreisetag mitgezählt. Das Flugticket sollte den Aufenthaltszeitraum durch ein Rück- oder Weiterflugticket ausweisen. Bei Direkteinreise sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Malaria-Prophylaxe kann saisonal oder regional angebracht sein. Eine ausreichende Grundimmunisierung sollte stets vorhanden sein.

Vietnam / Kambodscha. Zauber der neun Drachen.

Tempelanlage Angkor Wat bei Sonnenuntergang

Da ist der Mekong, der „Fluss der neun Drachen“, majestätisch und zeitlos. Er trennt und verbindet Vietnam und Kambodscha, zwei ungleiche Nachbarn. Gerade deswegen ungemein reizvoll. Zwischen dem Golf von Thailand und dschungelüberwucherten Stätten versunkener Hochkulturen, zwischen ländlicher Idylle und hoffnungsvollen Aufbrüchen entfaltet das kleinste Land Indochinas mit 181.040 km² seinen eigenen Charme. Eine Welt voller Farben, Licht und überraschender Momente.

Das Herz des Königreichs schlägt in Phnom Penh, am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap. Die Uferpromenade zeigt das heitere, offene Gesicht der Hauptstadt. Vom kolonialen Erbe, der schmerzhaften Vergangenheit unter den Roten Khmer und der aufstrebenden Urbanität künden Pagoden, Museen, der königliche Palast und neue Wohnviertel.

Im Nordwesten locken Angkor Wat (Welterbe) und Umgebung, mystisch überwachsenes, größtes Sakralbauwerk weltweit. Im Zauber der Morgensonne und zum Abend ein wahrlich stimmungsvolles Erlebnis. Authentische Einblicke in das Leben auf und am Wasser vermittelt der Tonle-Sap-See. Im jahreszeitlichen Wechsel ist er von enormen Schwankungen betroffen, fast wie bei Ebbe und Flut. Ein einzigartiges Naturphänomen.

Landwirtschaft und ländlicher Alltag in Kambodscha

Reis und Fisch bilden die wichtigsten Nahrungs- und Erwerbsquellen der dörflichen Bevölkerung, die teilweise in Stelzenhäusern wohnt und arbeitet. Ohne das Wasser und das Nahrungsangebot wären das Königreich der Khmer und ihr wenige Kilometer entferntes Zentrum Angkor wohl nie entstanden. Von ihnen „Kambuia“ genannt.

Das erste Naturschutzgebiet Indochinas entstand 1925 in Kambodscha. In Vietnam und Kambodscha zusammen sind es inzwischen rund fünfundzwanzig Nationalparks. Noch heute werden unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das Umweltbewusstsein wächst.

Zwei Länder, die sich mit Saigon (Ho-Chi-Minh-City), dem farbenfrohen Mekong-Delta, Chau Doc, dem Tra-Su-Kajeput-Mangrovenwald (Bird Sanctuary), Phnom Penh und Siem Reap mit Tonle-Sap-See, Angkor Wat und Prek-Toal-Reservat ausgewogen entdecken lassen. Dazwischen sorgsam gepflegte Reisfelder, kleine Marktorte und abgelegene Dörfer. Da kommen gut und gerne zwei bis drei Wochen zusammen. In kleiner Gruppe oder als Privatreise.

Individuelle Verlängerungen: Zum Ausklang der Reise ein paar Tage an den Küstenstränden Süd-Kambodschas oder Südvietnams oder auf einer der vorgelagerten Inseln. Auf Anfrage als Verlängerung nach individuellen Wünschen möglich.

Wichtiges und Wissenswertes Auf einen Blick

Die angenehmste Reisezeit für diese Länderkombination bieten die Monate November bis April. In Kambodscha herrscht Monsunklima. Während der Regenzeit von Mai bis November kann es entlang des Mekong und in gebirgigen Regionen zu Erdrutschen und Überschwemmungen kommen. Auch in der Hauptstadt sind örtlich begrenzte Überflutungen nicht ausgeschlossen.

Zur Einreise nach Kambodscha benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass mit sechs Monaten Mindestgültigkeit bei Ankunft. Frühestens sieben Tage vor der geplanten Einreise ist über die Webseite oder App „Cambodia e-arrival“ eine elektronische Registrierung erforderlich. Zudem muss ein Visum der Kategorie T für Tourismus gegen Gebühr bei Einreise (Visa on Arrival) eingeholt werden, möglich an allen internationalen Grenzübergängen. Das Visum wird nur für eine einmalige Ein- und Ausreise erteilt. Zahlung mit Debit- oder Kreditkarte. Bei Direkteinreise sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Malaria-Prophylaxe wird empfohlen.

Für Besucher der Tempelanlage von Angkor Wat bei Siem Reap gilt eine Übernachtungspflicht von mindestens einer Nacht in Kambodscha. Ein Tagesausflug aus einem Drittland ist daher nicht möglich.

Laos. Land des Lächelns.

Landschaft und Mekong in Laos

Der einzige Binnenstaat Indochinas erfährt keine überbordende Aufmerksamkeit. Wer aber kommt, dürfte von der Ursprünglichkeit, den beeindruckenden Landschaften und der Natur in ihrer fragilen Schönheit tief bewegt sein. Laos mit 236.800 km² braucht keine laute Bestätigung, keinen Applaus. Das Land ruht in sich selbst, pflegt seine Eigenarten, seine Traditionen und seine Unaufdringlichkeit.

Im Fokus auch hier der Mekong, die zentrale Lebensader der Bevölkerung. Mit 4.500 Kilometern Länge durch sechs Länder einer der multinationalsten und längsten Ströme der Erde. Die Mehrheit der Laoten wohnt mit über sechzig Prozent in ländlichen Gebieten. Die Hauptstadt Vientiane mit rund 620.000 Einwohnern und 174 m NN gibt wirtschaftlich und politisch die Richtung vor.

Der kulturelle Puls des Landes aber schlägt in Luang Prabang, der alten Königsstadt (Welterbe). Hier beginnen frühmorgens die Mönche, orangefarben gewandet, ihr charakteristisches Almosenritual. Ein stilles, friedvolles Ereignis. Prachtvolle Tempel, Märkte und Wasserfälle, Museen, der einstige Königspalast, der Aufstieg zur goldenen Stupa des Wat Chom Si auf dem heiligen Berg Phousi sowie der Blick auf die Stadt und den glitzernden Mekong. Höhepunkte, die bei Sonnenuntergang noch stimmungsvoller wirken.

Prächtig die „Viertausend Inseln“ bei Khong im tiefen Süden, der Wat-Phou-Tempelkomplex der Khmer (Welterbe) in der Provinz Champasak. Beeindruckend die Wasserfälle und ethnischen Dörfer der Alak und Katu auf dem kühleren Bolaven-Plateau. Verblüffend die Tee- und Kaffeeplantagen, die gewaltigen Felskammern der Kong-Lor-Höhle, die per Boot erkundet werden.

Beschaulich der provinzielle Charme der Hauptstadt. Stromaufwärts am Mekong die seltsamen Pak-Ou-Höhlen mit zahlreichen winzig kleinen bis großen Buddha-Statuen. Ein Erlebnis in Dauerschleife: der Alltag am Fluss. Ansichten und Panoramen von zeitloser Schönheit. Laos über Land und auf dem Mekong. Zweieinhalb Wochen sind kein Tag zu viel, um die natürlichen und kulturellen Seiten dieses unterschätzten Landes zu entdecken. In kleiner Gruppe oder privat.

Wichtiges und Wissenswertes Auf einen Blick

Monsun und Traditionen prägen den Jahresverlauf. Reisanbau inmitten herrlicher Landschaftskulissen, Karstgebirge, Bambuswälder, Wasserbüffel, mit Glück auch Wildtiere. Mönche, Tempel und Pagoden. Laos liegt in der tropischen Klimazone mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit und deutlicher Regen- und Trockenzeit. Die Trockenzeit dauert von November bis März. Im April beginnt die Regenzeit, Dauer etwa sieben Monate. Damit sind Dezember bis März oder April die angenehmsten Reisemonate.

Zur Einreise nach Laos benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass mit sechs Monaten Mindestgültigkeit bei Ankunft und wenigstens zwei freien Seiten. Jeweils innerhalb von drei Tagen vor der Ein- und Ausreise ist online über die „Lao Digital Immigration Form“ eine elektronische Registrierung erforderlich. Das gilt bei Nutzung der vier Grenzübergänge Wattay International Airport, Luang Prabang International Airport, Pakse International Airport und Lao-Thai Friendship Bridge.

Zudem muss ein E-Visum gegen Gebühr bei der Einreise (Visa on Arrival) eingeholt werden, zulässig für eine einmalige Einreise und einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen. Dazu werden zwei aktuelle Lichtbilder benötigt. Beantragung an den genannten Grenzübergängen (Checkpoints). Bei Direkteinreise sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Malaria-Prophylaxe wird empfohlen.

In Laos leben zahlreiche unterschiedliche Ethnien, deren Verhaltensweisen und Bräuchen entsprechender Respekt entgegengebracht werden sollte. Das gilt für die Bekleidung beim Betreten buddhistischer Klöster oder auch bei der Teilnahme an traditionellen Zeremonien. Beim Baden an öffentlichen Stellen wird Frauen empfohlen, ein T-Shirt und eine kurze Hose über der Badekleidung zu tragen.

Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist untersagt. Wie überall sollte bei Menschen und religiösen Einrichtungen eine angemessene Zurückhaltung geübt werden. Meistens reicht ein Lächeln oder die offene Handhabung des Geräts zur Duldung der Aufnahmen aus.

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